architek[tour] tirol – guide to architecture in tyrol

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innsbruck aktuell - ein spaziergang durch die stadt

Auch wenn die Innsbrucker Innenstadt in erster Linie mit ihrer historischen Altstadt, mit barocken Palais und gründerzeitlichen Straßenzügen in Verbindung gebracht wird, so hat gerade in den vergangenen zehn Jahren ein wesentlicher Modernisierungsschub stattgefunden. Einerseits verleihen Neubauten für öffentliche, kulturelle, universitäre oder medizinische Einrichtungen der Innenstadt ein urbanes Flair, andererseits zeigen anspruchsvolle Geschäfts- und Lokalumbauten die Möglichkeiten auf, alte Bausubstanz zu erhalten und mit moderner Atmosphäre zu verbinden.

Ausgehend vom Adambräu bietet diese Tour einen Spaziergang durch die Innenstadt, der zu aktuellen Bauwerken führt, die großteils öffentlich zugänglich sind und in denen es häufig auch etwas zu sehen, essen oder trinken gibt.

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Eine Tour zu 50 Bauwerken
01

Adambräu – Umbau Sudhaus

Lois-Welzenbacher-Platz 1, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Rainer Köberl, Giner + Wucherer (2003-2004) BauherrIn: Stadt Innsbruck Öffentlich zugänglich: Di bis Fr 11-18 Uhr, Do 11-21 Uhr, Sa 11-17 Uhr (aut) bzw. auf Anfrage (Archiv für Baukunst) Erreichbarkeit: Nähe Hauptbahnhof an der Südbahnstraße, Eingang im Innenhof

Das Sudhaus der ehemaligen Brauerei "Adambräu" – ein zeichenhafter Industriebau der klassischen Moderne von Lois Welzenbacher – wurde nach der Einstellung des Betriebes unter Denkmalschutz gestellt. Mit sensiblen, fast unsichtbaren Eingriffen wurde das funktionalistische Gebäude in eine pulsierende "Architekturvermittlungs-Maschine" transformiert. In den unteren Geschossen bietet aut. architektur und tirol laufend Ausstellungen und Veranstaltungen zu zeitgenössischer Architektur, in den Obergeschossen ist das Archiv für Baukunst der Universität Innsbruck untergebracht.

© Lukas Schaller
02

Landhaus 2

Heiliggeiststraße 7-9, 6020 Innsbruck, A
Architektur: fpa frank und probst architekten, Walter Schwetz Architekt (2003-2005) BauherrIn: L2 Errichtungs- und VermietungsgesmbH Öffentlich zugänglich: teilweise TIPP: Café-Restaurant Landhaus 2 mit Terrasse

Der Abbruch der Werkstätten hinter dem Verwaltungsbau der Innsbrucker Kommunalbetriebe eröffnete dem Land Tirol die Möglichkeit, vorher verstreute Dienststellen zentral zusammenzufassen. Gleichzeitig wurden neue öffentliche Raum- und Wegverbindungen am Übergang vom Südrand der Innenstadt in den Stadtteil Wilten geschaffen. Die Bürogeschosse gruppieren sich um drei bepflanzte, glasgedeckte Innenhöfe, ein Atrium als Haupteingang und zwei passagenartige Eingänge erschließen den Gebäudekomplex.

© Nikolaus Schletterer
03

Umspannwerk Mitte

Salurnerstraße 11, 6020 Innsbruck, A
Architektur: UNStudio (1999-2000) BauherrIn: Innsbrucker Kommunalbetriebe AG Öffentlich zugänglich: nein Neben dem Umspannwerk steht Innsbrucks erstes Hochhaus, 1926/27 von Lois Welzenbacher geplant.

Mit dem Umspannwerk Mitte realisierte das UN Studio aus Amsterdam (Ben van Berkel und Caroline Bos) sein internationales Erstlingswerk. Das skulptural-gekurvte Gebäude ist rundum von einer Außenhaut aus schwarzem Basalt überzogen, der Umraum aus schwarz eingefärbtem Beton gestaltet. Im öffentlich nicht zugänglichen Inneren befindet sich mit Transformatoren und Schaltzentralen eines der infrastrukturellen Herzen der Stadt.

© Nikolaus Schletterer
04

Eduard-Wallnöfer-Platz

Eduard Wallnöfer Platz, 6020 Innsbruck, A
Architektur: LAAC, Stiefel Kramer Architecture (2010-2011) BauherrIn: Land Tirol Gegenüber dem Landhaus (ehem. Gauhaus) das 1946-48 auf Initiative der französischen Besatzungsmacht errichtete Befreiungsdenkmal, das im Zuge der Platzneugestaltung von Christopher Grüner um 107 Namen von Opfern des Widerstands gegen den Nationalsozialismus ergänzt wurde.

Der Eduard-Wallnöfer-Platz, der lange ein "Hinterhofdasein" führte, wurde von LAAC Architekten/stiefel kramer zu einer begehbaren, urbanen Bodenplastik umgestaltet. Der Platz, seine Denkmäler und vorhandene Infrastruktureinrichtungen wurden in eine homogene Oberfläche aus hellem Beton eingebunden – eine Topographie aus sanften Hügeln, die neue Blickbeziehungen schafft und den InnsbruckerInnen eine vielfältig bespielbare Freifläche bietet.

© Günter R. Wett
05

Sporthaus Okay

Maria-Theresien-Straße 47, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Tatanka (2003-2004) BauherrIn: Wintersport Tirol Öffentlich zugänglich: Mo bis Fr 9-18.30 Uhr, Sa 9-17 Uhr TIPP: Der über die Maria-Theresien-Straße ragende Holzbalkon ist vom Geschäft aus frei zugänglich.

Der kubische, von einer transluzenten Außenhaut umgebende Baukörper des Sportfachgeschäfts löste in seiner Andersartigkeit kontroverse Diskussionen aus. Unmittelbar neben dem barocken Taxispalais, gegenüber der Servitenkirche und an den Landhausplatz angrenzend präsentiert sich selbstbewusst ein Bauwerk des 21. Jahrhunderts, das städtebaulich sensibel auf die umgebende Situation reagiert.

© Paul Ott
06

Umbau Leopoldstraße (Möbelhaus Greif)

Leopoldstraße 1, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Architekt Christoph Schwaighofer, Benedikt Gratl (2012-2014) BauherrIn: Triumphpforten Immobilien GmbH Öffentlich zugänglich: teilweise TIPP: Im Erdgeschoss ein Restaurant der Kette "Vapiano".

Direkt hinter der Triumphpforte wurde in den 1980er Jahren das "Möbelhaus Greif" errichtet, das nach mehreren Nutzerwechseln in ein Wohn-, Büro- und Geschäftshaus umgestaltet wurde. Vorrangiges Ziel der Umbaumaßnahmen war es, mit einem zurückhaltend gestalteten Baukörper auf den prominenten Standort inmitten historischer Bauwerke zu reagieren. Dazu wurde u. a. die strukturierte Beton-Fertigteilfassade abgenommen und durch eine wesentlich ruhigere Fassadengestaltung ersetzt, deren Oberfläche aus mineralischem Dickputz in ihrer Textur haptisch in Erscheinung tritt.

© Aria Sadr-Salek
07

Galerie im Taxispalais (Umbau und Erweiterung)

Maria-Theresien-Straße 45, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Hanno Schlögl (1998-1999) BauherrIn: Land Tirol Öffentlich zugänglich: Di bis So 11-18 Uhr, Do 11-20 Uhr TIPP: Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst auf international beachtetem Niveau.

Das um 1690 von J. M. Gumpp d. Ä. errichtete Palais Taxis beherbergt seit den 1960er Jahren die Landesgalerie für zeitgenössische Kunst. Als Erweiterung wurde in den Hof des barocken Palais eine neue Halle eingegraben, in deren Glasdecke sich das historische Ambiente wie auf einer Wasserfläche spiegelt. Das Wechselspiel von historischer Substanz und zeitgemäßer Intervention zieht sich durch das gesamte Projekt und schafft einen architektonisch attraktiven Ort für die Kunst.

© Margherita Spiluttini
08

Neugestaltung Maria-Theresien-Straße

Maria-Theresien-Straße, 6020 Innsbruck, A
Architektur: AllesWirdGut (2008-2009) BauherrIn: Stadt Innsbruck

Um der Maria-Theresien-Straße, der "Prachtstraße" Innsbrucks, eine ihrer Bedeutung gerecht werdende Gestaltung zu geben, wurde 2006 ein Wettbewerb ausgeschrieben, den AllesWirdGut gewann. Mit einer teppichartigen Gestaltung der Straßenoberfläche aus vier verschiedenen Graniten, Platzmöbeln aus Messing und einem differenzierten Lichtkonzept schufen sie einen atmosphärisch reichen, städtischen Ort, der zugleich Straße und Platz ist.

© AllesWirdGut
09

Kaufhaus Tyrol

Maria-Theresien-Straße 29–35, 6020 Innsbruck, A
Architektur: David Chipperfield, DMArchitekten (2008-2010) BauherrIn: Maria-Theresien-Straße Grundverwertungs GmbH Öffentlich zugänglich: zu den Geschäftsöffnungszeiten TIPP: Im Untergeschoss befindet sich ein von Rainer Köberl gestalteter MPREIS-Markt

Kaum ein Bauvorhaben hat in den vergangenen Jahren in Innsbruck so hitzige Diskussionen ausgelöst, wie die verschiedenen Projekte für den Neubau des Kaufhaus TYROL. Schlussendlich wurde David Chipperfield beauftragt, nicht nur die "Schauseite" an der Maria-Theresien-Straße, sondern den gesamten Kaufhauskomplex zu gestalten. In respektvollem Umgang mit der historischen Substanz setzte er einen dezidiert zurückhaltenden Baukörper in das heterogene Straßenensemble, dessen langgezogene Fassade durch ein zweifaches Abknicken und ein zurückgesetztes Dachgeschoss strukturiert wird.

© B&R
10

MPREIS im Kaufhaus TYROL

Maria-Theresien-Straße 35, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Rainer Köberl (2009-2010) BauherrIn: MPREIS, Baguette, Sensei, Del'iris Öffentlich zugänglich: während der Geschäftsöffnungszeiten Erreichbarkeit: Untergeschoss des Kaufhaus TYROL TIPP: Ideal für einen kleine Stärkung zwischendurch.

Ähnlich wie beim Innsbrucker Hauptbahnhof stellte sich dem Architekten auch hier die Aufgabe, in einem tageslichtlosen Keller eine repräsentative Filiale der Tiroler Supermarktkette MPREIS unterzubringen. Hier wie dort entgrenzt eine verspiegelte Decke den Raum und inszeniert das Warenangebot. Unbehandelter Holzboden, weiße "Inseln der Besonderheiten" und schwere runde Säulen, die durch die Spiegelung zu hohen Lichtsäulen einer mächtigen Halle mutieren, prägen diesen neuen "Flagshipstore" im Kaufhaus TYROL.

© Lukas Schaller
11

Rathausgalerien

Maria-Theresien-Straße 18, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Dominique Perrault, ATP architekten ingenieure, RPM Architekten (1999-2002) BauherrIn: Rathauspassage GmbH Öffentlich zugänglich: So bis Do 7-24 Uhr, Fr bis Sa, 7-02 Uhr (Mall) TIPP: Mit dem Aufzug hinauf in den Campanile – Café 360° und Restaurant Lichtblick – oder im "the 5th floor" des Hotels "The Penz" die Aussicht genießen.

Die Neugestaltung des Rathausareals verbindet die heterogenen Funktionen von Stadtverwaltung und Politik, Einkaufszentrum, Gastronomie und Hotellerie. Gestaffelte Bauhöhen, glasgedeckte Ladenpassagen und ein zentraler "Campanile" zeichnen die symbolkräftige und doch unpathetische Lösung aus, die mit fließenden Übergängen von Außen nach Innen eine Vernetzung mit dem Stadtraum schafft und die vorhandene Altsubstanz integriert.

© Nikolaus Schletterer
12

Café Weinbar Lounge 360°

Maria-Theresien-Straße 18, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Dominique Perrault (2002) Öffentlich zugänglich: Mo bis Sa 10-01 Uhr Erreichbarkeit: Aufzug zentral in der Rathausgalerie, 6. Stock

Die von Dominique Perrault im Zug des neuen Rathausareals geplante Bar "360°" ist ein öffentlicher Raum über den Dächern der Stadt. Rundum verglast reicht die Aussicht von den umliegenden Dächern und Kuppeln über alte und neue Türme bis zu den Berggipfeln und bietet sich als Aufenthaltsort jenseits des Stadtalltags an.

© Nikolaus Schletterer
13

Wohn- und Bürohaus Anichstraße

Anichstraße 8, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Dominique Perrault, Rolf Reichert (2002-2004) BauherrIn: Rathauspassage GmbH, Hans Rubatscher Öffentlich zugänglich: Passage im Erdgeschoss: So bis Do 7-24 Uhr, Fr bis Sa, 7-02 Uhr Ordination Grubwieser im 2. Stock (Architektur: Rainer Köberl)

Direkt im Anschluss an die Rathausgalerien wurde in der Anichstraße ein, ebenfalls von Perrault geplantes, privates Wohn- und Bürohaus errichtet, das gleichzeitig mit einer Passage im Erdgeschoss als südlicher Rathauszugang fungiert. Der dunkel gestreifte Turm mit einem fast zwanzig Meter hohen, goldenen Metallvorhang präsentiert sich als markantes Portal zu den Rathausgalerien, das in der Maria-Theresien-Straße aus denkmalplegerischen Gründen nicht verwirklicht werden konnte.

© Nikolaus Schletterer
14

Momoness Take-Away

Anichstraße 10, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Rainer Köberl (2019-2020) BauherrIn: MOMONESS KG Öffentlich zugänglich: während der Geschäftsöffnungszeiten TIPP: Spezialität des Hauses sind Momos, typisch nepalesische Teigtaschen.

In einem nur 17 Quadratmeter kleinen Geschäftslokal richtete Rainer Köberl für Dil Ghamal – einen Bauherren für den der Architekt bereits die Lokale "Sensei" und "Meer-Sensei" plante – ein nepalesisches Take-Away ein. Der Raum ist im Grundton silbern gehalten, dunkles Nussholz, Spiegel und ein Sankskrit-Spruch an der Wand verbreiten einen Hauch Nepal.

© Lukas Schaller
15

Café-Bar Ebi's

Adolf-Pichler-Platz 4, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Helmut Seelos, Martin Maximilian Weiskopf (2002) BauherrIn: Eberhard Golser Öffentlich zugänglich: Di bis Sa 16-02 Uhr TIPP: Lokal mit guter Küche, das im Tagesverlauf vom Café zum Restaurant und schließlich zur Bar mutiert.

Ein weiteres Beispiel für modernes Design in alter Bausubstanz ist das kleine Lokal im Erdgeschoss eines gründzeitlichen Stadthauses am Adolf-Pichler-Platz. Bedingt durch die beschränkten statischen Möglichkeiten wurde die räumliche Situation mittels gezielter Eingriffe geklärt. Im vorderen Teil bietet eine zum Platz orientierte Bar Blick auf den Rathauskomplex, ein schmaler Gastraum mit langer Sitzbank führt weiter zur Terrasse im Innenhof.

© Günter R. Wett
16

krischan panoptikum

Stainerstraße 3, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Giner + Wucherer (2006) BauherrIn: krischan panoptikum Öffentlich zugänglich: Mo bis Fr 9-18 Uhr, Sa 10-13 Uhr (Geschäftsöffnungszeiten)

Für ein Optikunternehmen wurden Portal und Geschäftsräumlichkeiten eines denkmalgeschützten Gebäudes adaptiert. Der lang gestreckte Hauptraum mit barockem Gewölbe wurde weitgehend auf den originalen Zustand rückgebaut. Ein mit rotem Wollfilzteppich tapeziertes Raummöbel und ein mit grünem Kautschuk überzogenes Verkaufs- und Werkstattpult stehen frei im Raum und kontrastieren mit dem historischen Mauerwerk.

© Günter R. Wett
17

Stage 12 - Hotel by Penz

Maria-Theresien-Straße 12, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Baumschlager Hutter Partners (2016-2017) Öffentlich zugänglich: teilweise TIPP: In der Stage Bar mit Gastgarten sind auch externe Gäste willkommen.

Das Hotel ist Beispiel einer qualitätsvollen Nachverdichtung mitten im Zentrum von Innsbruck. Zum einen wurde die an der Maria-Theresien-Straße liegende Fassade des Bestandsgebäudes restauriert, der Altbau im Inneren entkernt und völlig neu organisiert. Zum anderen entstand im Innenhof ein Neubau, der als schmnaler Riegel mit abschließendem Kopfbau auf die Nachbarbebauung reagiert.

© Albrecht I. Schnabel
18

Sensei – Sushibar zum Roten Fisch

Maria-Theresien- Straße 11, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Rainer Köberl (2006-2007) BauherrIn: Brunhilde Fröschl, Dil Ghamal Öffentlich zugänglich: tgl. von 12-14.30 Uhr, 17.30-23 Uhr Erreichbarkeit: im ersten Obergeschoss oberhalb der "Nordsee" TIPP: Im Erker Sushi genießen

Ein ehemaliges Büro im ersten Stock eines denkmalgeschützten Hauses wurde in ein Speiselokal verwandelt, in dem die optische und akustische Teilhabe am Straßenraum zwanglos mit der atmosphärischen Konzentration auf die Produkte der Küche verschmilzt. Die maximale Öffnung der Fassade mit einem im öffentlichen Raum präsenten Erker verbinden die Straße mit dem Innenraum, der mit unterschiedlichen Holzarten und schwarzen Platten ausgekleidet ist.

© Lukas Schaller
19

'MANNA' Delikatessencafé

Maria-Theresien-Straße 3, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Rainer Köberl (2004) BauherrIn: Hansjörg Kuen, Siegfried Spögler Öffentlich zugänglich: Mo bis Sa 8-20 Uhr, So 10-20 Uhr

In einem denkmalgeschützten Haus aus dem 15. Jahrhundert befindet sich mit dem "MANNA" ein Kaffeehaus mit einer großstädtischen Atmosphäre. Eine komplexe Raumfolge erschließt den schmalen, teilweise zweigeschossigen Gastraum, dessen Materialisierung – viel Eichenholz und schwarzes Glas – mit der denkmalgeschützten Substanz kontrastiert.

© Lukas Schaller
20

Tourismus Information

Burggraben 3, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Manfred Sandner, Betina Hanel (2017-2018) BauherrIn: Tourismusverband Innsbruck und seine Feriendörfer Öffentlich zugänglich: Mo bis Sa, 9-17 Uhr Das Projekt erhielten 2020 einen Anerkennungspreis des Landes Tirol für Neues Bauen.

Die Tourismus Information Innsbruck befindet sich seit vielen Jahren in einem ehemaligen Stallgebäude, das direkt an die Stadtmauer anschließt. Im Zuge der Sanierung und Umgestaltung wurde der Innenraum von späteren Einbauten bereinigt, das historische Gewölbe freigelegt, das ursprüngliche Fußbodenniveau wieder hergestellt und eine barrierefreie Erschließung in Form einer Betonrampe in die Renaissance-Halle gesetzt. Um den Charakter einer Stadtmauer wiederherzustellen wurden die großen Bogenfenster fassadenbündig mit perforierten Keramik-Fliesen geschlossen.

© Günter Kresser
21

Bonsai Sushi Bar

Burggraben 17, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Rainer Köberl (2014) BauherrIn: Devta Ghamal Öffentlich zugänglich: während der Lokalöffnungszeiten Ebenfalls von Rainer Köberl umgebaut wurde das wenige Häuser weiter liegende "Il Convento".

Ein in den 1980er-Jahren entstandener zweigeschossiger Restaurant-Raum wurde für einen neuen Mieter adaptiert. Aufgrund der beschränkten finanziellen Möglichkeiten mussten viele Elemente der Innenraumgestaltung (graue Fliesenböden, abgehängte Rigipsdecken) erhalten werden. Aus dieser Pragmatik heraus entwickelte sich der Entwurfsansatz, alle Oberflächen in Grau zu streichen und mit der Möblierung kräftige farbige Akzente zu setzen.

© Lukas Schaller
22

Swarovski Innsbruck

Herzog-Friedrich-Straße 39, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Schlögl & Süß Architekten (2011) BauherrIn: D. Swarovski KG Öffentlich zugänglich: während der Geschäftsöffnungszeiten Kunst am Bau: Thomas Feuerstein, Erwin Redl

In einem unter Denkmalschutz stehenden, bis auf die Gotik zurückgehenden Haus, realisierten Schlögl & Süß Architekten ein neues Geschäft für die Swarovski Kristallwelten. Außen wurden kaum Veränderungen vorgenommen, das Innere wurde komplett neu strukturiert und gestaltet. In einem Einbahnsystem werden die Besucher durch eine von Swarovski inszenierte Raumfolge geleitet, in der die neue Innenarchitektur kontrapunktisch der historischen Bausubstanz gegenübersteht.

© Markus Bstieler
23

Café-Bar-Restaurant Dengg

Riesengasse 11-13, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Hanno Vogl-Fernheim (2001) BauherrIn: Helga Dengg Öffentlich zugänglich: Mo bis Fr 8-01 Uhr, Sa 16-01 Uhr

Die Zusammenlegung eines traditionellen Gasthauses in der Altstadt mit einem Café und einer Trafik im Nachbarhaus war Ausgangspunkt für eine tiefgreifendere Erneuerung. Eine nach außen als Blickfang wirkende Bar verbindet die ursprünglich getrennten Hausbereiche, die Altsubstanz wurde in eine offene Raumfolge transformiert und die Bereiche Bar, Café und Restaurant durch Materialwechsel und Höhendifferenz unterschieden.

© Günter R. Wett
24

Sanierung Stadtturm Innsbruck

Herzog-Friedrich-Straße 21, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Hanno Vogl-Fernheim (2014-2017) BauherrIn: IIG Öffentlich zugänglich: Mo bis So 10-17 Uhr Tipp: Die auf 31 m Höhe liegende Plattform bietet Ausblick auf die mittelalterlichen Gassen und das

Der im 15. und 16. Jahrhundert errichtete Stadtturm ist eines der ältesten Wahrzeichen Innsbrucks, die Aussichtsplattform ein von Einheimischen und Touristen viel besuchter Ort. Im Zuge der Sanierung wurde eine freistehende Doppelhelix mit offenem Treppenauge realisiert, die nicht nur die Besucherströme lenkt, sondern selbst eine beeindruckende Raumskulptur im freigespielten Turminneren ist.

© David Schreyer
25

Bürohaus Badgasse

Herzog-Otto-Straße 8, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Johann Obermoser (1990-1991) BauherrIn: Domgalerie Bau-ProjektgmbH

Mit einem Bürohaus in sachlicher Modernität wurde eine vom Krieg geschlagene Baulücke am Rand der Altstadt geschlossen. Ohne äußerliche, stilistische Anpassung reagiert der Bau sehr wohl in Volumen, Material und Details auf das historische Umfeld. Die betont mauerartige Stirnseite vervollständigt die "Außenwand" der Altstadt, das benachbarte, neobarocke Palais wird durch einen Innenhof freigespielt, ein altes Hinterhaus revitalisiert und räumlich in das Bürohaus integriert.

© Christian Bartenbach
26

Hungerburgbahn – Stationen Congress, Löwenhaus, Alpenzoo und Hungerburg

Rennweg 3 (Talstation Congress), 6020 Innsbruck, A
Architektur: Zaha Hadid Architects (2005-2007) BauherrIn: INKB Öffentlich zugänglich: tägl. 8-19.30 Uhr (Bahnbetrieb)

Mit den vier Stationen und der Schrägseilbrücke entlang der neuen Hungerburgbahntrasse realisierte Zaha Hadid nach der Bergisel Sprungschanze ihr zweites Projekt in Innsbruck. Der formalen Grundidee von "Schale & Schatten" folgend wölben sich organisch geformte Glas-Dachschalen über Sichtbetonlandschaften, spannen im Zusammenspiel den Raum der Stationen auf und inszenieren einer Dramaturgie der Bewegung folgend die jeweiligen Orte.

© Norbert Freudenthaler
27

Probebühnen des Tiroler Landestheaters

Rennweg 2, 6020 Innsbruck, A
Architektur: karl+probst (2002-2003) BauherrIn: Tiroler Landestheater, Landesbaudirektion Tirol Der Platzraum vor dem Landestheater wurde von Wich Architekten und terra.nova.landschaftsarchitekten gestaltet.

Nachdem im Tiroler Landestheater lange Jahre Raumbedarf herrschte, wurden die Probe- und Technikräume in einen Anbau ausgelagert. Die vielfältigen Funktionen des Gebäudes sind als Addition unterschiedlicher Raumgefüge nach außen ablesbar, das Konzept der Stapelung verschiedener Anbaueinheiten ist offen für zukünftige Erweiterungen.

© Gerhard Hagen
28

Haus der Musik

Universitätsstraße 1, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Erich Strolz, Dietrich | Untertrifaller (2015-2018) BauherrIn: IIG Öffentlich zugänglich: teilweise während der Öffnungszeiten TIPP: Restaurant "Das Brahms" im Erdgeschoß

An einem der innerstädtisch zentralsten Orte steht Innsbrucks "Haus der Musik", in dem die im Vorgängerbau untergebrachten Stadtsäle und Kammerspiele mit zahlreichen, der Musik verpflichteten Institutionen zusammengeführt wurden. Das komplexe Raumprogramm ist in einem kompakten Baukörper mit einer mehrschichtigen Fassade aus Keramikelementen untergebracht. Die öffentlich zugänglichen Saal-Körper treten als eigenständige Elemente hervor und sind deutlich von den für Forschung, Lehre und Verwaltung genutzten Bereichen abgesetzt.

© Roland Halbe
29

SOWI – Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Innsbruck

Universitätsstraße 15, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Henke Schreieck Architekten (1996-1999) BauherrIn: BIG Das benachbarte MCI stammt ebenfalls von Henke und Schreieck.

Mit dem Komplex der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät wurde ein wichtiges Gelenk zwischen der Altstadt und den historischen Parkanlagen des Hofgartens geschaffen - eine stadtstrukturelle und architektonische Leistung, die europaweit Anerkennung fand. An Stelle der massiven Kaserne, die vorher den Platz besetzte und den Straßenraum hermetisch abschottete, entstand nach dem Konzept einer "offenen Universität" ein lebendiger Raum im Herzen der Stadt.

© Margeritha Spiluttini
30

Volksschule Innere Stadt

Angerzellgasse 12, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Thomas Schnizer, Gerald Prenner (2003-2005) BauherrIn: BIG Der Park ist öffentlich zugänglich, an ihn grenzen auch die Alte Universität und das Jesuitenkolleg.

Mitten im Stadtzentrum befindet sich mit dem ehemaligen botanischen Garten ein parkartiges Areal mit altem Baumbestand. Indem der durchlässige Baukörper der "Volksschule Innere Stadt" entlang der Angerzellgasse angeordnet wurde und die – vom angrenzenden Gymnasium mitgenutzten – drei Turnhallen unter die Erde verlegt wurden, konnte der Park als gemeinsamer ruhiger Grünraum erhalten werden.

© Martin Tusch
31

TREIBHAUS

Angerzellgasse 8, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Reinhardt Honold, Rainer Köberl, Raimund Rainer, Gerhard Manzl (1986) BauherrIn: Norbert Pleifer Öffentlich zugänglich: Mo bis Sa 10-1 Uhr, So 16-1 Uhr (Café/Gastronomiebetrieb) TIPP: Konzerte, Theater, Kabarett, tlw. bei freiem Eintritt

Das Mitte der 1980er Jahre in die historische Stadtstruktur gesetzte Kulturzentrum, ein dunkles Oktogon aus Leccahohlblocksteinen, signalisierte Widerstand und Eigensinn des jungen und streitlustigen Veranstalters. Inzwischen ist das - 2001 von Reinhardt Honold erweiterte - Bauwerk ebenso wie die dort veranstaltete Kultur zu einem fixen Bestandteil der Stadt geworden.

© Ing. Hans Lang
32

liber wiederin

Erlerstraße 6, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Werner Burtscher, Maki Ortner (2012) BauherrIn: Wiederin Buchhandel GmbH Öffentlich zugänglich: Mo bis Sa während der Geschäftsöffnungszeiten TIPP: In der Buchhandlung finden regelmäßig Veranstaltungen statt.

Nach der Buchhandlung am Innsbrucker Sparkassenplatz, geplant von Rainer Köberl, ist die um die Ecke in der Erlerstraße liegende "liber wiederin" ein weiteres Geschäftslokal, bei dem sich Thomas Wiederin als Bauherr mit Qualitätsanspruch erweist. Das vorgefundene Geschäftslokal wurde von den Architekten mittels ausgewählter Materialien und Farben und dem Einsatz von natürlichem und künstlichen Licht so adaptiert, dass die Bücher im Mittelpunkt stehen.

© Aleksander Dyja
33

Tiroler Sparkasse - Schalterhalle

Sparkassenplatz 1-3, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Johannes Wiesflecker (1998-1999) BauherrIn: Tiroler Sparkasse Öffentlich zugänglich: Mo bis Do 7.45-16 Uhr, Fr 7.45-15 Uhr (Banköffnungszeiten)

Die Zentrale der Innsbrucker Sparkasse verteilt sich auf mehrere Gebäude entlang der Erlerstraße und des Sparkassenplatzes. Mit einer neuen, zum Platz ausgerichteten Schalterhalle begann 1994 die Umstrukturierung des Areals. Der Haupteingang wurde auf die Platzseite verlegt, der Innenraum zu einer "Dialogbank" mit Service-Inseln umgestaltet.

© Nikolaus Schletterer
34

Sparkassenplatz Innsbruck

Sparkassenplatz, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Johannes Wiesflecker (2004-2005) BauherrIn: Tiroler Sparkasse In der Passage zur Maria-Theresien-Straße befindet sich eine Lichtinstallation des Künstlers Peter Sandbichler.

Der ehemals von einem Pavillon und einem Brunnen besetzte Platz wurde mit wenigen gestalterischen Eingriffen als urbane Fläche freigespielt und mit technisch flexiblem Equipment und einem beweglichen Schutzdach als Veranstaltungsort nutzbar gemacht. Städtebaulich orientiert sich der neue Platz nicht mehr an der Maria-Theresien-Straße, sondern versteht sich als Teil der fußläufigen Querachse zwischen Bahnhof und Rathaus.

© Markus Bstieler
35

Bürohaus Sparkassenplatz 5

Sparkassenplatz 5, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Johannes Wiesflecker (2004-2005) BauherrIn: Tiroler Sparkasse Öffentlich zugänglich: teilweise (wohn2Center im Erdgeschoss)

Mit dem Bürohaus in der nordwestlichen Ecke des Sparkassenplatzes realisierte Johannes Wiesflecker ein weiteres Gebäude für die am Platz liegende Zentrale der Innsbrucker Sparkasse. Die Fassade des angrenzenden Bestandbaus wurde im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Sparkassenplatzes vom Landschaftsarchitekten Rainer Schmidt als "grüne Wand" gestaltet.

© Markus Bstieler
36

La Cantina

Sparkassenplatz 2, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Giner + Wucherer (2011) BauherrIn: Werner Kleon, Mainardo Tomiselli Öffentlich zugänglich: Mo bis Sa während der Öffnungszeiten TIPP: Caffè. Aperitivo und eine kleine Auswahl an Speisen - italienisches Lebensgefühl in Innsbruck.

Nach der Neugestaltung des südlichen Baukörpers am Sparkassenplatz und der Fertigstellung des Kaufhaus Tyrol wurde die Nische im südwestlichen Eck des Platzes zu einem attraktiven innerstädtischen Zwischenraum. Das in dieser Platznische eingerichtete italienische Lokal wird zwar von zwei Architekten betrieben, dessen Gestaltung haben sie jedoch Kollegen überlassen, die mit Hilfe gezielt gewählter Eingriffe und Materialien eine dem gastronomischen Konzept entsprechende Atmosphäre schufen.

© Markus Bstieler
37

DSZ – Dienstleistungszentrum Sparkassenplatz

Sparkassenplatz 2, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Johannes Wiesflecker (2008-2009) BauherrIn: SLVG Öffentlich zugänglich: teilweise (Geschäfte und Gastronomien im Erdgeschoss) Zwei der Geschäfte – die Verpackungsboutique Dinkhauser und das Juweliergeschäft Mölk – wurden von Rainer Köberl gestaltet.

Die Sanierung und Aufstockung des Büro- und Geschäftshaus auf der Südseite des Sparkassenplatzes bildet den Abschluss eines mehrjährigen Erneuerungsprozesses der rund um diesen zentralen Innsbrucker Platz liegenden Immobilien der Tiroler Sparkasse. Mit dem Ziel, die Um- und Aufbauten zu einem einheitlichen, jedoch nicht gleichförmigen neuen Gebäude zusammenzuführen, wurden sowohl innen als auch außen differenziert gestaltete Raumidentitäten übereinandergeschichtet.

© Markus Bstieler
38

Buchhandlung Haymon (ehem. Bücher Wiederin)

Sparkassenplatz 4, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Rainer Köberl (2004) BauherrIn: Markus Hatzer, Thomas Wiederin TIPP: Am Abend finden regelmäßig Lesungen und Buchpräsentationen statt.

Ganz in schwarz präsentiert sich die von Rainer Köberl gestaltete Buchhandlung am Innsbrucker Sparkassenplatz. Zwei große Schaufenster leiten den Blick ins Innere und bieten vor und hinter der Glasebene Präsentationsflächen für Bücher. Boden, Decke, Wände und Mobiliar sind in schwarz gehalten, dem Verkaufsartikel Buch wird damit die Hauptrolle überlassen.

© Lukas Schaller
39

BTV Stadtforum

Erlerstraße 10, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Heinz Tesar, obermoser arch-omo (2004-2006) BauherrIn: BTV Öffentlich zugänglich: Mo bis Fr 7.45-16 Uhr (Banköffnungszeiten) TIPP: FO.KU.S – Foto Kunst Stadtforum, Ausstellungen zu aktueller Fotografie und Kunst

Mitten in der Innenstadt ist das BTV Stadtforum die Verwaltungszentrale der Bank mit Büros, einem großzügigen Kundenzentrum und einem öffentlichen Veranstaltungssaal sowie einem Ausstellungsbereich für moderne Fotografie und Kunst. Die plastische Komposition reagiert auf die vorhandene Blockrandstruktur und mündet in eine turmartig in Szene gesetzte, markante Ecklösung. Kernstück im Inneren: die vertikal aufstrebende, monumentale Halle.

© N. Schletterer, © BTV
40

Sitzwohl Restaurant | Bar

Stadtforum, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Irmgard Frank (2007) BauherrIn: BTV Öffentlich zugänglich: Mo bis Sa 9-01 Uhr Die Terrasse wurde 2008 von Hanno Vogl-Fernheim gestaltet.

Im Zuge des Neubaus des BTV Stadtforums wurde die denkmalgeschützte ehemalige Schule in der Gilmstraße in die Banknutzung integriert. Erdgeschoss und erster Stock wurden für eine Bar bzw. ein Restaurant adaptiert. Subtile Eingriffe an der Fassade öffnen das Lokal zum Stadtraum hin, im Inneren prägen Materialität, Farbklima und Licht die Raumatmosphäre.

© Pez Hejduk
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Um- und Neubau Wirtschaftskammer Tirol

Wilhelm-Greil-Straße 7, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Hanno Vogl-Fernheim (2010-2014) BauherrIn: WKO Tirol Öffentlich zugänglich: teilweise (Passage)

Für die Erweiterung der bestehenden Räumlichkeiten in der Meinhardstraße erwarb die Wirtschaftskammer Tirol ein Stadthaus in der Wilhelm-Greil-Straße, das abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wurde. In dem von einer gelaserten Aluminiumfassade umhüllten Haupthaus befindet sich der neuen Haupteingang, ein zweigeschoßiger Trakt leitet weiter zum adaptierten Bestand. Herzstück ist die öffentlich zugängliche Passage, die in Verlängerung der Gilmstraße eine neue fußläufige Verbindung bietet.

© David Schreyer
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Bar Erlkönig

Meranerstraße 6, 6020 Innsbruck, A
Architektur: ATP sphere (2012-2013) Öffentlich zugänglich: Mo bis Sa während der Öffnungszeiten Die Bar wurde 2013 bei den WIN Awards unter die fünf schönsten Bars weltweit gewählt.

Mittels minimaler Adaptierungen wurde ein leerstehendes Geschäftslokal in eine Bar transformiert, die untertags als klassische Kaffee-Bar funktioniert und sich abends in ein exklusives Nachtlokal verwandelt. Die vorgefundene Struktur mit ihren Gewölben, alten Wänden und Fußböden wurde durch gezielte Eingriffe neu erlebbar gemacht, die eingesetzten Farben, Stoffe und Oberflächen dienen dazu, das gewünschte räumliche und haptische Flair zu erzeugen. Ein ausgeklügeltes Beleuchtungskonzept sorgt für die gewünschte unterschiedliche Stimmung untertags bzw. am Abend.

© Olaf Becker
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Hypo Tirol Bank – Zentrale

Meranerstraße 8, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Schlögl & Süß Architekten (2006-2008) BauherrIn: Hypo Rent Öffentlich zugänglich: Mo bis Do 7.45-16 Uhr, Fr 7.45-15 Uhr (Banköffnungszeiten) Im Hof des Bankgebäudes wurde das Landhaus 1 von Schlögl & Süß Architekten und Johann Obermoser um ein Verwaltungsgebäude und einen Festsaal erweitert.

Mit der Zentrale der Hypo Tirol Bank am Boznerplatz setzte eine weitere Regionalbank einen architektonischen Akzent in der Innenstadt. Der transparente, von vertikalen Lamellen umhüllte Baukörper nimmt die Höhe der umgebenden Bebauungen auf, folgt an der Ecke in einem leichten Schwung dem Straßenverlauf und entwickelt sich nach oben hin zu einem markant gestalteten Dachgeschoss mit einem verglasten Konferenzsaal.

© Markus Bstieler
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Isser Optik

Meinhardstraße 3, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Schlögl & Süß Architekten (2004) BauherrIn: Familie Isser Öffentlich zugänglich: während der Geschäftsöffnungszeiten

In einem heterogenen architektonischen Bestand bietet das Brillengeschäft Isser einen optischen Ruhepol. Beinahe ungehindert fällt der Blick des Vorbeigehenden in den Schau- und Verkaufsraum, der in seiner puristischen Ästhetik die Aufmerksamkeit auf die zur Schau gestellte Ware richtet.

© Markus Bstieler
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Headline

Bruneckerstraße 1-3, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Henke Schreieck Architekten (2011-2012) BauherrIn: Bruneckerstraße Ost GmbH, PEMA Immobilien GmbH Öffentlich zugänglich: teilweise TIPP: Auf der frei zugänglichen Aussichtsterrasse das 360° Panorama genießen.

Anstelle des früheren Postverteilerzentrums entstand ein multifunktionaler Gebäudekomplex der PEMA-Holding – das "Headline". Herzstück des von henke und schreieck Architekten geplanten Neubaus ist ein 49 Meter hoher Turm mit einem Designhotel, einem Restaurant und einer Aussichtsterrasse. An diesen, das Stadtbild prägenden Turm schließt sich ein fünfgeschossiger, leicht geknickter Baukörper an, der im Inneren mithilfe großzügiger Höfe und Atrien den MieterInnen gut belichtete Flächen bietet. U. a. ist hier nun die Moser Holding mit ihrem "Flaggschiff" TT beheimatet (Innenarchitektur: Schlögl & Süß) sowie im Turm ein Baguette–Café (Innenarchitektur: ventira architekten) und das Bezirksgericht Innsbruck.

© henke und schreieck Architekten
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Hauptbahnhof Innsbruck

Südtiroler Platz 2, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Riegler Riewe Architekten (2001-2004) BauherrIn: ÖBB Die beiden Fresken von Max Weiler (1954/55) wurden von der alten in die neue Bahnhofshalle transferiert.

Eine lang gestreckte rote Hülle umgibt den Innsbrucker Hauptbahnhof, dessen Hauptniveau abgesenkt und direkt an eine Tiefgarage angebunden ist. In die große, offene Halle mit umlaufender Galerie sind das Reisezentrum der ÖBB sowie Shops und Gastronomien integriert. Die perforierte Betonstruktur umfasst alle Funktionen und bietet gefilterte Durchblicke von den Bahnsteigen zur Stadt.

© Nikolaus Schletterer
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Südtiroler Platz

Südtiroler Platz, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Riegler Riewe Architekten (2004) BauherrIn: ÖBB-Infrastruktur AG, Stadt Innsbruck

Zeitgleich mit dem Neubau des Innsbrucker Hauptbahnhofs wurde der vorgelagerte Südtiroler Platz neu gestaltet. Getrennte Spuren für den öffentlichen und privaten Verkehr und eine direkt an den Bahnhof angebundene Tiefgarage schaffen die notwendige Verkehrsentflechtung. Durch die rote Farbgebung des Asphalts wird der Platz optisch mit dem Bahnhofsgebäude in Beziehung gesetzt.

© Nikolaus Schletterer
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MPREIS im Hauptbahnhof

Südtirolerplatz 3-5, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Rainer Köberl, Michael Steinlechner (2003-2004) BauherrIn: MPREIS Öffentlich zugänglich: tägl. 6-21 Uhr Erreichbarkeit: im Untergeschoss des Hauptbahnhofs

Für die Lebensmittelmarktkette MPREIS, deren architektonisch prägnante Märkte stets individuell auf den jeweiligen Kontext abgestimmt sind, entstand im tageslichtlosen Untergeschoß der Bahnhofshalle eine "glitzernde Höhle". In der mit schwarzen Glasplatten verkleideten Decke spiegeln sich die im Licht inszenierten Regale und Menschen. Der Verkaufsraum wird zu einem Warentheater, das sich einer eindeutigen Raumbegrenzung entzieht.

© Lukas Schaller
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Hotel Ibis - Busbahnhof

Sterzingerstraße 1, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Manzl Ritsch Sandner (2004-2005) BauherrIn: Raiffeisen Evolution Zwischen Bahnhof und Hotel die ÖBB-Betriebsführungszentrale "Office Terminal Innsbruck", geplant von Riegler & Riewe und Manzl, Ritsch, Sandner.

An der südlichen Ecke des Südtiroler Platzes befindet sich der Innsbrucker Busbahnhof. Indem der in seinen Proportionen als Pendant zur versunkenen Lichthülle des Bahnhofs formulierte Baukörper des Hotel vom Boden abgehoben ist, konnte ein gedeckter Bereich für den Busterminal geschaffen werden.

© Markus Bstieler
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MPREIS Salurnerstraße

Salurnerstraße 1, 6020 Innsbruck, A
Architektur: Rainer Köberl (2008) BauherrIn: MPREIS Öffentlich zugänglich: Mo bis Fr 7-18.30 Uhr, Sa 7-17 Uhr TIPP: Café Baguette mit "thai 2 go"

Gegenüber von Hauptbahnhof und Busbahnhof entstand durch Umbau und Erweiterung einer alten Filiale eine dem Ort angemessene "städtische Ecke" mit einem offenen, auf Straßenniveau liegenden Café-Restaurant. Prägendes gestalterisches Element dieser Adaptierung eines heterogenen, bis zur statischen Essenz freigelegten Bestands ist die grüne, gewellte Decke, die mit dem dunklen Boden kontrastiert.

© Lukas Schaller