architek[tour] tirol – der architekturführer für tirol

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dem inn entlang nach osten - von innsbruck nach erl

Schulbauten u. a. von Marte.Marte, Peter Märkli, Henke & Schreieck und riccione architekten sowie Gewerbebauten von engagierten privaten Bauherren wie das Travel Europe, das Schichtholzwerk Binder oder zahlreiche MPREIS-Lebensmittelmärkte befinden sich in den Städten und Orten im Unterinntal. Ein Grund dafür, auch einmal die Autobahn zu verlassen und von Kufstein nach Hall oder in umgekehrter Richtung einige Unterbrechungen einzuplanen.

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Eine Tour zu 30 Bauwerken
01

MPREIS Wattens II

Bahnhofstraße 23, 6111 Wattens, A
Architektur: Dominique Perrault (2001-2003) BauherrIn: MPREIS Öffentlich zugänglich: während der Geschäftsöffnungszeiten

Als erster nicht in Tirol ansässiger Architekt wurde Dominique Perrault von MPREIS mit der Errichtung von inzwischen drei Lebensmittelmärkten beauftragt, zwei in Wattens und einem in Zirl. Der an der Einfallsstraße nach Wattens liegende SuperM befindet sich inmitten einer heterogenen Bebauung. Perrault reagiert darauf mit einem in Konstruktion und Materialität offenen und leichten Baukörper mit einem hofartigen Einschnitt, der zusammen mit dem kleinen, vorgelagerten Platz ein urbanes Zentrum bildet.

© Günter R. Wett
02

Sporthalle Wattens

Egger Lienz Straße 9, 6112 Wattens, A
Architektur: obermoser arch-omo, Thomas Schnizer (2007-2008) BauherrIn: Marktgemeinde Wattens Öffentlich zugänglich: teilweise

Die Sporthalle, die zwar in erster Linie für die benachbarte Volksschule gebaut wurde, aber auch von verschiedenen Sportvereinen der Gemeinde genutzt wird, wurde von den Architekten als öffentlicher Raum konzipiert. Der Großteil des von einem zweifach geknickten Dach umhüllten Volumens ist in die Erde abgesenkt, das Erdgeschoss über ein großzügig verglastes Foyer zur Straße hin geöffnet. Eine Tribüne für 300 Zuschauer bildet den fließenden Raumübergang vom Foyer hinunter zur Dreifachturnhalle.

© Henning Koepke
03

Swarovski Kristallwelten Erweiterung

Kristallweltenstraße 1, 6112 Wattens, A
Architektur: s_o_s architekten, Snøhetta Studio Innsbruck (2012-2015) BauherrIn: D. Swarovski Tourism Services GmbH Öffentlich zugänglich: Eingangsbereich und Restaurant sind frei zugänglich, die restlichen Attraktionen kostenpflichtig während der Öffnungszeiten Der Park mit einer Kristallwolke und einem Spiegelwasser als Herzstück wurde von Andy Cao und Xavier Perrot gestaltet.

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens wurden die Swarovski Kristallwelten 2015 mit neuen Wunderkammern, einem weitläufigen Park und mehreren Bauteilen auf das Doppelte vergrößert. Von s_o_s architekten stammt der als "weißer Wald" konzipierte Eingangsbereich mit seinem von Birkenstämmen getragenen, weit ausladenden Betondach und die von einer Flusslandschaft abgeleitete Gestaltung des Stores. Snøhetta errichteten zum einen den lichtdurchfluteten, organisch geformten Pavillon für das Daniels. Café & Restaurant, zum anderen den von kristallinen Glaspaneelen umhüllten Spielturm und die davor liegende Spiellandschaft.

© David Schreyer
04

MPREIS Wattens I

Salzburger Straße 30, 6112 Wattens, A
Architektur: Dominique Perrault (1999-2000) BauherrIn: MPREIS Öffentlich zugänglich: während der Geschäftsöffnungszeiten 1895 gründete Daniel Swarovski in Wattens den heute international agierenden Familienbetrieb.

Gegenüber den von André Heller konzipierten Swarovski Kristallwelten errichtete Dominique Perrault seinen ersten MPREIS - einen minimalistischen Solitär mit opak schimmernder Glasfassade. Ein biomorphes Gerüst, das neun Kiefern umzäunt, durchdringt den orthogonalen Baukörper und lässt die Grenzen zwischen Außen und Innen verschwimmen, wo sichtbare Fachwerkträger, OSB-Platten und schwarze Bodenplatten Markthallen-Atmosphäre erzeugen.

© Günter R. Wett
05

MPREIS Weerberg

Mitterberg 3, 6133 Weerberg, A
Architektur: Silvia Boday (2010-2012) BauherrIn: MPREIS Öffentlich zugänglich: während der Geschäftsöffnungszeiten Dieser MPREIS ist übrigens der erste von über 200 Lebensmittelmärkten, der allein von einer Architektin geplant wurde.

Im ländlichen Kontext der weit ausgedehnten Gemeinde Weerberg wurde auf der grünen Wiese ein MPREIS als Low-Budget-Projekt errichtet. Der Lebensmittelmarkt mit Café besteht aus einem schlichten Baukörper mit ausgeklappten Ecken, die ihre Wirkung dem rohen Charme der verwendeten Materialien verdankt: Industrieleimbinder für das Dach, eine mit Stahlbetonscheiben ausgesteifte Stahlkonstruktion und eine Hülle aus transluzentem Polycarbonat, die sich je nach Wetter- und Lichtsituation von glatt bis zu glitzernd verwandelt und den Baukörper verschieden durchlässig erscheinen lässt.

© Lukas Schaller
06

Einsatzzentrum Schwaz

Münchner Straße 21, 6130 Schwaz, A
Architektur: gharakhanzadeh sandbichler architekten (2007-2009) BauherrIn: Immobilien Schwaz GmbH & Co KEG TIPP: Im Einsatzzentrum befindet sich ein Feuerwehrmuseum, dessen Exponate in Nischen und Freiräumen platziert wurden.

Direkt am Inn und am Autobahnzubringer befindet sich das Einsatzzentrum der Feuerwehr und Bergrettung Schwaz. Die Kubatur ist im hinteren Bereich des Grundstücks konzentriert, womit ein entsprechend großer Vorplatz für die Einsatzfahrzeuge geschaffen wurde. Dominanter Bauteil des zum Fluss und zur Promenade hin abgestuften Volumens ist der 18 m hohe, gläserne Schlauchturm, der die Funktion des Gebäudes von weitem sichtbar macht.

© Rupert Steiner
07

Haus der Generationen

Falkensteinstraße 28, 6130 Schwaz, A
Architektur: Margarethe Heubacher-Sentobe, Günther Dregelyvari (2004-2009) BauherrIn: Frieden Tirol Öffentlich zugänglich: teilweise TIPP: In dem von der Lebenshilfe Tirol betriebener Dorfladen sind viele regionale Produkte erhältlich.

Anstelle eines ehemaligen Gasthauses konzipierten Margarethe Heubacher-Sentobe und Günther Dregelyvari einen klar und selbstverständlich wirkenden Neubau, in dem unterschiedliche Bevölkerungsgruppen – mit und ohne Beeinträchtigung – und verschiedene soziale und kommunikative Einrichtungen zusammengeführt wurden. Mit Schülerhort und Seniorenstube, Wirtshaus und Nahversorgerladen sowie Wohnungen für Jungfamilien, für betreutes Wohnen und eine Wohngemeinschaft der Lebenshilfe entstand ein lebendiger Ort für Menschen aller Altersgruppen und gleichzeitig das bis dahin fehlende Ortszentrum im Stadtteil "Dorf".

© Rens Veltman
08

Travel Europe Reiseveranstaltung

Unterdorf 37a, 6135 Stans, A
Architektur: Oskar Leo Kaufmann, Albert Rüf (2003-2004) BauherrIn: Helmut Gschwentner, Anton Gschwentner Erreichbarkeit: von der Ortsmitte/Kirche aus Richtung Bahnhof Das Verwaltungsgebäude wurde u. a. 2006 mit dem Staatspreis für Architektur ausgezeichnet.

Selbstbewusst und prägnant in die Landschaft gesetzt, beherbergt der aus einem geladenen Wettbewerb hervorgegangene gläserne Baukörper eine als Großraumbüro angelegte "Arbeitslandschaft". Drei Innenhöfe und die transparente Fassade fördern die Durchdringung des Gebäudes mit Licht und Grün, leichte Niveauunterschiede ergeben wechselnde Sichtbezüge zwischen den schleifenartig erschlossenen Büros, den Terrassen und der unter das Gebäude geschobenen Parkebene.

09

Schichtholzwerk Binder Holz

Tiwagstraße 3, 6200 Jenbach, A
Architektur: Josef Lackner (1996) BauherrIn: Binder Holz Daneben das Areal der "Jenbacher AG" mit Bürogebäude und Hallentrakt von Josef Lackner sowie MPREIS und Cantina Jenbach von Helmut Reitter und Michael Pfleger

Mit dem Binder Schichtholzwerk schuf Lackner ein konstruktiv und räumlich spannendes Statement zum Thema Gewerbebau. Zwei Hallen mit jeweils 44 m Breite und über 100 m Länge sind stützenfrei von einem Faltwerk aus Hohlkastenelementen überspannt. Entlang der bootsförmigen, mit dem Kiel nach oben liegenden Elemente, bringen Lichtbänder Tageslicht in die großen Hallen. An den Außenwänden rhythmisiert die diagonale Aussteifung in einer Zickzack-Bewegung die Fassaden.

© Christof Lackner
10

MPREIS und Cantina Jenbach

Schießstandstrasse 1, 6200 Jenbach, A
Architektur: reitter_architekten, Michael Pfleger (2001) BauherrIn: MPREIS Öffentlich zugänglich: während der Geschäftsöffnungszeiten

Für zwei Bauherren, Jenbacher Werke (Cantina) und MPREIS (Supermarkt), wurde ein neuer Typus des Lebensmittelmarktes entwickelt: In Anlehnung an den historischen Fischmarkt in Venedig entstand eine Art gedeckter Marktplatz unter einem aufgeständerten großen Bauvolumen, in dem sich die Cantina für 300 Personen, Casino, Küche und Werkarzt sowie eine großzügige, gedeckte Südterrasse für die Jenbacher Werke befinden.

© Günter R. Wett
11

MPREIS Wiesing

Dorf 103, 6176 Wiesing, A
Architektur: Architekt Daniel Fügenschuh ZT GmbH (2010) BauherrIn: MPREIS Öffentlich zugänglich: während der Geschäftsöffnungszeiten Erreichbarkeit: Autobahnausfahrt Wiesing, Richtung Achensee

Der Markt in Wiesing ist ein weiteres Beispiel dafür, wie MPREIS in dörflicher Umgebung der Bevölkerung soziale wie kommunikative Treffpunkte anbietet. Der wie ein langgestreckter Keil in der Landschaft liegende Supermarkt befindet sich direkt bei einem Kreisverkehr und ist über einen Fußweg mit dem Ortskern von Wiesing verbunden. Mit einem Café samt Terrasse an der Westseite ist dieser Lebensmittelmarkt zugleich Begegnungsort der Einheimischen und Raststation für Touristen.

© Christian Flatscher
12

ASI-Lodge (Erweiterung Hotel Windegg)

Steinberg am Rofan 30, 6215 Steinberg am Rofan, A
Architektur: Heinz & Mathoi & Streli (2004-2005) BauherrIn: Elfriede Gasser Erreichbarkeit: von Jenbach über die Achensee-Bundesstraße B181 nach Achenkirch und von dort weiter nach Steinberg am Rofan TIPP: Im Restaurant mit Sonnenterrasse sind auch Tagesgäste willkommen.

Das Hotel Windegg wurde Ende der 1980er Jahre von Architekt Hans Peter Petri in einer zeitgemäßen und landschaftsbezogenen Architektursprache umgebaut und erweitert. Nach einem Betreiberwechsel wurde das Hotel erneut transformiert, wobei der Bettentrakt und der markante Treppenturm erhalten blieben. Direkt im Anschluss errichteten Heinz-Mathoi-Streli einen dreigeschossigen Neubau, der sich mit seiner senkrecht strukturierten Lärchenholz-Fassade klar vom weißen Bestandsbau absetzt.

© Nikolaus Schletterer
13

Hauptschule Brixlegg

Römerstraße 18, 6230 Brixlegg, A
Architektur: Raimund Rainer (2005-2007) BauherrIn: Brixlegg Immobilien GmbH Die Schule wurde 2007 beim 5. BTV Bauherrenpreis für Tirol ausgezeichnet.

Ausgehend von städtebaulichen Überlegungen wurde der Neubau der Hauptschule so konzipiert, dass gemeinsam mit dem bestehenden Polytechnikum und Kindergarten ein zusammenhängendes Quartier mit einem großzügigen Platz entstand. Im Inneren präsentiert sich die als Passivhaus ausgeführte Schule lichtdurchflutet. Die zentrale Halle der Schule öffnet sich in einen von oben belichteten Luftraum, um den ein offenes Stiegenhaus mit der Erschließung der einzelnen Klassen- und Gruppenräume führt.

© Simon Rainer
14

Erweiterung Hauptschule Rattenberg

Klostergasse 63, 6240 Rattenberg, A
Architektur: Architekt Daniel Fügenschuh ZT GmbH (2010-2011) BauherrIn: Rattenberger Immobilien GmbH Erreichbarkeit: direkt in der historischen Altstadt von Rattenberg TIPP: Teile des Klosters fungieren als Augustiner-Museum, Dachboden und historischer Kirchturm der Klosterkirche sind begehbar.

Die Hauptschule Rattenberg ist seit den 1970er Jahren in Teilen des ehemaligen Augustinerklosters untergebracht. Mit dem Erweiterungsbau ergänzte Daniel Fügenschuh die Klosteranlage um einen neuen Seitenarm. Der schlanke, vertikale Baukörper orientiert sich in seiner Struktur und Materialität an der umliegenden Bebauung und fügt sich maßstäblich in die kleinräumige Stadtstruktur von Rattenberg ein.

© Christian Flatscher
15

Landessonderschule mit Internat Mariatal

Mariatal 15, 6233 Kramsach, A
Architektur: marte.marte architekten (2003-2007) BauherrIn: Land Tirol

Die historischen Gebäude des Schulkomplexes Mariatal bilden eine klosterähnliche, in sich geschlossene Gesamtanlage. Die Erweiterung und Adaptierung von Marte.Marte Architekten denkt innerhalb dieses Ensembles die räumlichen Qualitäten städtebaulich weiter. Das Internat führt die westliche Randbebauung fort und schließt die Anlage zur Straße hin ab, der Innenhof wird durch das denkmalgeschützte Haupthaus und einen neuen Solitärbaukörper bestimmt.

© Bruno Klomfar
16

Bundesschulzentrum Wörgl - Erweiterung

Innsbruckerstraße 34, 6300 Wörgl, A
Architektur: Peter Märkli, Gody Kühnis (2001-2003) BauherrIn: BIG Öffentlich zugänglich: teilweise

Der Wiener Architekt Viktor Hufnagl realisierte 1973 in Wörgl das damals revolutionäre Konzept einer Hallenschule und damit einen Experimentalbau für die Präfabrikation von Schulen an sich. Aufgrund bauphysikalischer Probleme wurde eine Sanierung des Schulzentrums notwendig. Der Umbau durch Peter Märkli und Gody Kühnis bewahrt die Raum- und Materialqualitäten des Altbaus, interpretiert den Typus neu und modifiziert ihn mit zeitgemäßen Mitteln.

17

MPREIS Wörgl Ost

Salzburger Straße 29, 6300 Wörgl, A
Architektur: Tatanka (2000-2002) BauherrIn: MPREIS Öffentlich zugänglich: während der Geschäftsöffnungszeiten Erreichbarkeit: östlich des Stadtzentrums am Autobahnzubringer

Am östlichen Stadtrand von Wörgl, in einer schon fast amerikanischen "Strip-Situation" befindet sich einer der größten MPREIS-Märkte von Tirol. In die heterogene, noch laufend wachsende Bebauung, setzte Pöschl quer zur Straße einen brückenartig konstruierten, auf fünf Zylindern ruhenden Baukörper. An der Westseite reicht eine konkave Screenbeschattung vom auskragenden Dach fast über die gesamte Gebäudehöhe, der "geschenkte" Raum dazwischen erschließt das im Obergeschoss liegende Fitness-Center.

© Paul Ott
18

Volksschule Angerberg

Linden 7, 6320 Angerberg, A
Architektur: Kurt Rumplmayr (2007-2009) BauherrIn: Gemeinde Angerberg Erreichbarkeit: Autobahnausfahrt "Wörgl Ost", L213 Richtung Angath TIPP: ca. 4 km entfernt die sehenswerte Wallfahrtskirche "Mariastein" (um 1360)

Der von Kurt Rumplmayr realisierte Schulbau ist ein reduziert gestalteter, nach allen Seiten durchlässiger Kubus, der den neu geschaffenen Dorfplatz abschließt und nach Innen weiterführt. Im Erdgeschoss sind rund um eine abgesenkte Turn- und Veranstaltungshalle die öffentlichen Funktionen angeordnet. Die Klassenräume befinden sich im Obergeschoss und werden durch einen mittigen, lichtdurchfluteten Hallenbereich erschlossen.

© B&R
19

MPREIS Kirchbichl

Tiroler Straße 16, 6322 Kirchbichl, A
Architektur: Moser + Kleon Architekten (2004) BauherrIn: MPREIS Öffentlich zugänglich: während der Geschäftsöffnungszeiten

Ausgehend vom vorgefundenen Grundstück und der städtebaulichen Situation entstand der MPREIS Kirchbichl als organisch geschwungenes Gebäude. Der weitgehend geschlossene Baukörper wird von oben indirekt belichtet, nur der Bereich des Baguette-Cafés ist in einen Rundum-Ausblick geöffnet. Im Inneren prägen die Rundungen der Sichtbetonschale und eine abgehängte Birkensperrholzdecke die Raumatmosphäre.

© Günter Kresser
20

Bezirksstelle Kufstein der Wirtschaftskammer Tirol

Salurnerstraße 7, 6330 Kufstein, A
Architektur: FUCHSUNDPEER (2006-2007) BauherrIn: Wirtschaftskammer Tirol – Immobilien Öffentlich zugänglich: teilweise

Im Zuge einer notwendig gewordenen Sanierung wurde das Gebäude der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Kufstein neu strukturiert und aufgestockt. Das Erdgeschoss wurde entkernt und zum Vorplatz geöffnet, die Aufstockung mit dem bestehenden Obergeschoss zu einem zweigeschossigen, kompakten und über dem Erdgeschoss schwebenden Baukörper zusammengefasst.

© Günter R. Wett
21

Festung Kufstein – Adaptierung Josefsburg

Oberer Stadtplatz 6, 6330 Kufstein, A
Architektur: Andreas Egger, Markus Scherer, Walter Angonese (1998-1999) BauherrIn: Top City Kufstein GmbH Das temporär über dem Festungshof ausfahrbare Schutzdach wurde 2006 von Kugel + Rein entwickelt.

Die oberhalb der Stadt liegende Festung Kufstein zählt zu den imposantesten mittelalterlichen Bauwerken Tirols. Die Verteidigungsanlage wurde im Lauf der Jahrhunderte mehrfach ausgebaut und erweitert - u. a. mit der von den Hofbaumeistern Gumpp errichteten barocken Josefsburg. Im Hinblick auf eine intensivere Nutzung für Veranstaltungen wurde die Festung in einem groß angelegten Sanierungsprojekt restauriert und adaptiert. Die historische Bausubstanz wurde gesichert, die notwendige neue Infrastruktur sensibel eingefügt.

© Arno Gisinger
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Stadterweiterung Kufstein

Unterer Stadtplatz 12-13, Fischergries 20-22, 6330 Kufstein, A
Architektur: Architekt Daniel Fügenschuh ZT GmbH (2008-2012) BauherrIn: Unterberger Immobilien GmbH, Hausverwaltung Johann Höger, Stadtwerke Kufstein Öffentlich zugänglich: teilweise (Shopping-Mall) während der Geschäftsöffnungszeiten Die Fontänenanlage am Platz wird mit jenem Wasser gespeist, das vorher zur Kühlung des KISS verwendet wurde, die Fontänenhöhe veranschaulicht somit den Kühlbedarf.

Mit dem Ziel, einen bis dato verwaisten Innenstadtteil neu zu beleben, wurden auf dem Areal zwischen Unterem Stadtplatz und "Fischergries" zwei Neubauten anstelle von Bestandsgebäuden errichtet. Zum einen eine mit Cafés und Restaurants durchsetzte Shopping-Mall (KISS – Kufsteiner Innenstadt Shopping) mit Büroflächen und Wohnungen in den oberen Geschossen, zum anderen ein L-förmiger Baukörper mit zum Inn hin orientierten Wohnungen und einem Veranstaltungssaal. Zwischen den neuen Baukörpern, der Bastei und dem Innufer entstand ein klar definierter Marktplatz, der als "Shared Space" konzipiert ist.

© Christian Flatscher
23

Sanierung Rathaus/Bildsteinhaus Kufstein

Oberer Stadtplatz 17, 6330 Kufstein, A
Architektur: Rainer Köberl, Giner + Wucherer (2009-2011) BauherrIn: Kufstein Immobilien GmbH & Co KG

Im Zentrum von Kufstein wurden das Rathaus und das benachbarte "Bildsteinhaus" zu einer neuen, multifunktionalen Einheit für die städtische Verwaltung transformiert. Das historische Ensemble wurde mit bewusst gesetzten Eingriffen zu einem komplexen Ganzen verwoben. Die freigelegte Stadtmauer bildet das Fundament, am Dach schließt eine weiße "Krone" das Ensemble ab.

© Lukas Schaller
24

Erweiterung und Sanierung BG und BRG Kufstein

Schillerstraße 2, 6330 Kufstein, A
Architektur: Johannes Wiesflecker (2009-2013) BauherrIn: BIG Die Schule erhielt 2014 eine Anerkennung des Landes Tirol für Neues Bauen.

Zwei Umstände sind es, die das Erweiterungsgebäude, unabhängig von seiner Nutzung, architektonisch bemerkenswert machen: die funktionale Einbeziehung von Kunst am Bau (ein kraftvolles Betonrelief von Karl-Heinz Klopf) in das architektonische Konzept und das Schaffen von Raum durch die statische Struktur. So eröffnet sich im Untergeschoß zwischen altem und neuem Turnsaal eine hohe großzügige Halle, räumlich und in unterschiedliche Niveaus gegliedert durch ein mächtiges Sichtbetontragwerk.

© David Schreyer
25

Landesmusikschule Kufstein

Krankenhausgasse 16, 6330 Kufstein, A
Architektur: riccione architekten (2003-2004) BauherrIn: Stadtgemeinde Kufstein Öffentlich zugänglich: teilweise Der Bau erhielt 2004 einen Anerkennungspreis des Landes Tirol für Neues Bauen.

An einer Straßenecke im verbauten Stadtgebiet, derzeit noch an zwei Baulücken angrenzend, errichteten riccione architekten einen Solitär, der zukünftige Anbauten möglich macht. Über einem Sockelgeschoss, in dem neben einem abgesenkten Musiksaal auch das Stadtarchiv und die Stadtbücherei untergebracht sind, befinden sich in den drei optisch abgesetzten Obergeschossen die Lehrräume der Musikschule. Großflächige Verglasungen und pulverbeschichtete Aluminiumpaneele prägen den Baukörper, der trotz Transparenz und Offenheit sämtlichen akustischen Anforderungen entspricht.

© Martin Tusch
26

Fachhochschule Kufstein

Andreas-Hofer-Straße 7, 6330 Kufstein, A
Architektur: Henke Schreieck Architekten (1999-2001) BauherrIn: FH- Errichtungs- und Betriebs GmbH. Öffentlich zugänglich: teilweise (Aula und Caféteria)

Mit der Übersiedelung der Fachhochschule vom Stadtrand ins Zentrum von Kufstein wurde ein erster Impuls für die innerstädtische Entwicklung gesetzt. Von Henke und Schreieck als "Möbel im Park" konzipiert, entstand ein kubischer Baukörper mit einer gläsernen Außenhaut, die von Holzlamellen strukturiert wird. Die energetisch innovative zweischalige Klimafassade mit integrierter Raumlüftung macht das Gebäude zugleich zum Anschauungsbeispiel für die hier studierenden künftigen "Facility Manager".

© Margherita Spiluttini
27

MPREIS Niederndorf

Audorferstraße 20, 6342 Niederndorf, A
Architektur: LORENZATELIERS (2004-2005) BauherrIn: MPREIS Öffentlich zugänglich: während der Geschäftsöffnungszeiten

Das charakteristische Merkmal dieses Lebensmittelmarktes sind Baumstämme, die dem kubischen Glasbaukörper rundum vorgestellt sind. Die in unregelmäßigen Abständen gesetzten, entrindeten und unbehandelten Fichtenstämme gestalten einen einheitlichen Baukörper, bilden einen funktionellen Filter vor der raumhohen Fixverglasung, definieren geschützte Außenbereiche und Zwischenräume und lassen im Inneren spannende Licht- und Schattenspiele entstehen.

© Thomas Jantscher
28

Pfarrhof Erl

Dorf 21, 6343 Erl, A
Architektur: umfeld architectural environments (2011-2013) BauherrIn: Pfarre Erl

Kirche, Friedhof und Pfarrgarten bilden in dem ländlich geprägten Dorfkern von Erl eine klar umschlossene, von der umgebenden Bebauung abgegrenzte Einheit. Als weltlicher Gegenpol zur Kirche wurde im Garten ein neuer Pfarrhof platziert, dessen Situierung und polygonale Grundrissform aus der vorhandenen Struktur abgeleitet wurde. Analog zum Dach der Kirche wurde der Baukörper mit einer Fassade aus Kupfer umhüllt, die im Lauf der Jahre die charakteristische blaugrüne Patina annehmen wird.

© Günter R. Wett
29

Passionsspielhaus Erl

Mühlgraben 5, 6343 Erl, A
Architektur: Robert Schuller (1956-1959) Neben dem Passionsspielhaus wurde von Delugan Meissl Associated Architects ein neues Festspielhaus errichtet.

Das Passionsspielhaus Erl - Aufführungsstätte der von rund 500 Darstellern gezeigten Passionsspiele und gleichzeitig Hauptaustragungsort der Tiroler Festspiele - wurde in den 1950er Jahren von Robert Schuller errichtet und ist inzwischen aufgrund seiner markanten Form zu einem Wahrzeichen von Erl geworden. Der weiße Baukörper am Fuß der Niederndorfer Berge nützt einerseits die Hanglage für den ansteigenden Zuschauerraum und entwickelt sich andererseits in Richtung Schau- bzw. Talseite zur gestischen Form des Bühnenhauses.

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Festspielhaus der Tiroler Festspiele Erl

Mühlgraben 56, 6343 Erl, A
Architektur: DMAA (2008-2012) BauherrIn: Festspielhaus Erl Im Sommer und im Winter ist das Haus Austragungsort der von Gustav Kuhn geleiteten Tiroler Festspiele Erl.

Neben dem markanten, von Robert Schuller errichteten Passionsspielhaus entstand das in Form und Materialität in bewusstem Kontrast dazu konzipierte neue Gebäude der Tiroler Festspiele Erl. Deutlich abgesetzt vom weißen Rundbau platzierten die Architekten einen dunklen Baukörper, dessen scharfkantige Geometrie aus der umgebenden Topografie entwickelt wurde. Fließende Raumfolgen mit unterschiedlichen Blickbeziehungen zum Außenraum führen den Besucher hinauf zu dem im Zentrum des Gebäudes situierten Konzertsaal.

© Brigida González