Um 1300 wurde die "Kleine Sill" angelegt, ein Mühlwasser, das bis 1950 zwischen St. Bartlmä in Wilten und der Rückmündung in die Sill in Dreiheiligen durch Innsbruck floss. Entlang dieses Kanals siedelten sich zahlreiche Gewerbebetriebe wie Sägewerke, Getreidemühlen, Hammerschmiede oder auch Brauereien an. Mit der Industrialisierung machten neue Technologien die Nutzung der Wasserkraft zunehmend obsolet und nach der starken Beschädigung im 2. Weltkrieg hat sich die Stadt dazu entschloss, den Kanal zuzuschütten. Das starke Wachstum der Stadt und die topologisch bedingte Raumnot hat dazu geführt, dass der frei gewordene Grund rasch überbaut wurde.
Begleiten Sie Lisa Sommer auf ihrer Spurensuche nach verdeckten Hinweisen der "Kleinen Sill" im Stadtbild, geben Sie sich der gemeinsamen Lust am Entdecken hin und machen Sie sich ein ganz subjektives Bild von einem Stadtraum, für dessen Fortbestand und soziale Qualität wir mit unserem kreativen Denken verantwortlich sind. Ausgehend vom Treffpunkt Ecke Neurauthgasse/Frauenanger mit Blick auf den Ursprung des Kanals in St. Bartlmä führt der Stadtspaziergang flussabwärts über die Karmelitergasse und die Adamgasse durch Wilten, weiter entlang dem Klara-Pölt-Weg und endet bei den Bögen.
Beim diesjährigen Festival für Baukultur und Ingenieurtechnik stehen Infrastrukturen des Alltags zwei Tage lang in ganz Österreich im Mittelpunkt eines vielfältigen Programmangebots.
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