"vor ort"
Im Rahmen der Reihe "Vor Ort"-Gespräche führen ArchitektInnen durch kürzlich fertig gestellte Gebäude in Tirol.
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Santifallerstraße 5, 6020 Innsbruck
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich
Die von Horst Parson entworfene Pfarrkirche Petrus Canisius (1968–72) – ein Zentralbau mit transluzenten Wänden – zählt zu den markanten Sakralbauten der Tiroler Nachkriegsmoderne. Aufgrund der notwendigen Sanierung und rückläufiger Kirchenmitglieder wagt die Diözese Innsbruck den ungewöhnlichen Schritt einer Doppelnutzung der denkmalgeschützten Kirche: Das pfarrliche Leben konzentriert sich im Erdgeschoß, die teilprofanierte Kirche wird zur Boulderhalle und um einen Gastronomiezubau (Planung: ATP architekten ingenieure) erweitert.
Um die Interessen des Betreibers STEINBLOCK bestmöglich mit der Verantwortung für den ikonischen Bau in Einklang zu bringen, wurde 2025 ein Ideenwettbewerb ausgelobt. Das Siegerprojekt von Judith Widauer und Raphael Hanny setzt auf reversible Interventionen, die sich an Raster und Proportionen des Bestands orientieren. Freistehende Boulderwände betonen den zentralen Bereich mit dem Altar, umlaufende Galerien schaffen Aufenthaltsbereiche und eröffnen neue Blickwinkel auf die Architektur.
Das „Vor Ort“-Gespräch mit Bischof Hermann Glettler und den Architekt:innen bietet die Möglichkeit, mehr über die innovative Verbindung von Kirche und Freizeitsport zu erfahren.
judith widauer
geb. 1991; Architekturstudium in Innsbruck
jonathan raphael maria hanny
geb. 1987; Architekturstudium in Innsbruck
boulderhalle in der kirche
bauherr STEINBLOCK GmbH
beleuchtung HALOTECH LICHTFABRIK GmbH
Im Rahmen der Reihe "Vor Ort"-Gespräche führen ArchitektInnen durch kürzlich fertig gestellte Gebäude in Tirol.
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