martin ausserdorfer: brenner basistunnel – lebensräume werden verbunden
vortragMit dem Brenner Basistunnel – einem 55 km langen Tunnel zwischen Innsbruck und Franzensfeste mit vier seitlichen Zufahrtstunneln in Ampass, im Ahrental, in Wolf bei Steinach a. B. und in Mauls – entsteht derzeit die längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt. Durch ihn soll sich die Fahrzeit im Personenverkehr von 80 auf 25 Minuten reduzieren. Für den Güterverkehr bedeutet der Wegfall von Höhenunterschieden, dass mehr, längere und schwerere Güterzüge die Strecke passieren können.
Der BBT ist aber nicht nur ein gigantisches Infrastrukturprojekt, sondern darüber hinaus von großer territorialer Bedeutung für die Europaregion Tirol und in weiterer Folge für den gesamten europäischen Raum. Für die regionale Bevölkerung entstehen zum einen verbesserte Mobilitätsmöglichkeiten, zum anderen soll die angestrebte Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene die Lebensqualität verbessern.
Als Auftaktveranstaltung zu den diesjährigen Architekturtagen spricht Martin Ausserdorfer – langjähriges Mitglied des BBT -Aufsichtsrates sowie Bürgermeister einer Südtiroler Gemeinde im Pustertal – darüber, welche Auswirkungen dieses Infrastrukturprojekt auf unseren Lebensraum haben wird.
martin ausserdorfer
geb. 1981; Studium der Politik- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Innsbruck; seit 2007 mit zunehmender Verantwortung beim Projekt Brenner Basistunnel tätig; seit 2015 Bürgermeister der Marktgemeinde St. Lorenzen (BZ); seit 2021 Geschäftsführer der Rail Traction Company
brenner basistunnel
Länge: 55 km zwischen Portal Innsbruck und Portal Franzensfeste (64 km inkl. Umfahrung Innsbruck)
Innendurchmesser der Haupttunnelröhren: 8,1 m
Maximale Gebirgsüberlagerung: 1.720 m
Höchstgeschwindigkeit für Personenverkehr: 250 km / h
Baubeginn: 2008
Geplante Fertigstellung: 2032
Veranschlagte Kosten: 10,5 Milliarden Euro
Eine Veranstaltung im Rahmen der Architekturtage 2026

